AMY findet neues Zuhause in der Großen Straße 45

Vechta - Dass ihr Passanten bei der Arbeit zuschauen, ist für Anja Glandorf eine ganz neue Erfahrung. „Hier in der Großen Straße bleiben immer mal wieder Leute vor unserem Büro stehen und gucken durch das Fenster. Das war an unserem alten Standort in der Landwehrstraße anders“, erzählt sie schmunzelnd. Gestört fühlt sich die Mitarbeiterin von „AMY – Familienunterstützender Dienst“ des Andreaswerkes durch die interessierten Blicke aber nicht. Im Gegenteil. „Nahe an den Menschen sein, präsent und mittendrin sein – das ist doch genau das, was wir wollen“, freut sich Anja Glandorf.

Mit leichtem Gepäck, aber einer großen Portion Vorfreude und vielen Ideen sind sie und ihre Kollegin Stefanie Fisser zum 1. April in die Große Straße 45 und damit in die Räumlichkeiten der Kontakt- und Begegnungsstätte SAM umgezogen. „Die Entscheidung, dass AMY das zu dem Zeitpunkt leerstehende Büro im SAM übernehmen würde, fiel Anfang des Jahres“, erinnert sich Ulrich kleine Stüve, Abteilungsleiter Offene Dienste und somit zuständig für AMY, SAM sowie den Treff B in Lohne. Ebenso wie seine Mitarbeiterinnen erhofft er sich von dem neuen Standort eine höhere Sichtbarkeit für Kunden, aber auch potentielle künftige Mitarbeitende. „Zu unserem Selbstverständnis gehört eine Kultur der offenen Tür und eine einladende, niedrigschwellige Struktur. Wir möchten, dass Besucher bei uns vorbeischauen und sich wohlfühlen. In den Räumen des Geschäftsbereiches Wohnen und Assistenz, in denen AMY zuvor untergebracht war, war das jedoch kaum umsetzbar“, erläutert der Abteilungsleiter.

So wie die Nähe zu den Menschen wissen er, Anja Glandorf und Stefanie Fisser auch die neu gewonnene Nähe zu den gastronomischen, kulturellen sowie den Angeboten des Nahverkehrs in der Stadt zu schätzen. „Vieles ist von hier aus fußläufig erreichbar. Das macht unser Büro gegenüber der Propsteikirche und neben der Manufaktur nicht zuletzt zum idealen Ausgangspunkt für gemeinsame Aktivitäten“, betont Anja Glandorf. Während die Einzelbetreuungen weiter stattfinden können, müssen die Gruppenangebote des Familienunterstützenden Dienstes derzeit allerdings coronabedingt ruhen. „Wir bekommen regelmäßig Anrufe von unseren Kunden, die gerne wissen möchten, wann sie sich endlich wieder in der Kochgruppe, zum Bowlen oder im Rahmen von Tagesfahrten treffen können. Sie und wir scharren schon mit den Hufen“, erzählt Kollegin Stefanie Fisser.

Müssen sich die bestehenden Kunden denn wegen des Umzuges nun auf große Veränderungen einstellen? „Nur auf eine neue Telefonnummer“, verspricht die Koordinatorin augenzwinkernd. Die bekannten Gruppenangebote bleiben demnach erhalten, weitere sollen nach und nach hinzukommen. „Wir planen zum Beispiel ein Samstagsangebot speziell für Senioren“, verrät Anja Glandorf in diesem Zusammenhang. Nutzen können sie dafür die frisch eingerichteten und barrierefreien Räume der neuen Seniorentagesstätte des Andreaswerkes im Nachbargebäude. Und auch die Räume des SAM selbst kämen künftig für das eine oder andere neue Angebot infrage, ergänzt Ulrich kleine Stüve. Der Abteilungsleiter jedenfalls blickt optimistisch in die Zukunft: „In der Großen Straße haben wir die Chance, unser Profil weiterzuentwickeln und zu schärfen. Ich glaube, wir sind hier genau richtig.“

Das Büro von „Amy“ in der Großen Straße 45 ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt. Termine am Nachmittag sind nach Absprache möglich. Erreichbar sind die Koordinatorinnen Anja Glandorf und Stefanie Fisser unter der Telefonnummer 04441 8879834 oder per E-Mail an . Wer mehr über die Angebote von AMY erfahren möchte oder Interesse hat, selbst als Übungsleiter einzusteigen, kann sich zusätzlich im Internet unter www.amy-vechta.de informieren.


Zu „AMY – Familienunterstützender Dienst“:
AMY ist der Familienunterstützende Dienst des Andreaswerkes. Begleitet werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Rahmen von Einzel-, Geschwister- oder Gruppenbetreuungen. Je nach Angebotsformat finden die Betreuungen direkt in den Familien, in den Räumlichkeiten des Dienstes in Vechta und Damme oder im Sozialraum statt. Ziel von Amy ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen den Weg zu mehr sozialer Teilhabe zu ebnen sowie pflegende Angehörige zu entlasten.

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Anja Glandorf (li.) und Stefanie Fisser haben sich bereits gut eingelebt.
Foto: Andreaswerk