Weitere Bewohner und Mitarbeiter des Andreaswerkes positiv getestet

Vechta - In Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einem Wohnheim des Andreaswerkes ist die Zahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen gestiegen. Eine erneute Reihentestung am Dienstag (29.12.2020) ergab, dass sich weitere 13 Mitarbeiter mit dem Virus angesteckt haben. Insgesamt waren gestern in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt rund 50 Personen getestet worden. Zudem hat sich die amtlich bestätigte Zahl der infizierten Bewohner seit der vergangenen Woche um zwei erhöht. Damit sind jetzt 30 Bewohner sowie, nach drei ebenfalls positiv ausgefallenen Einzeltests, insgesamt 21 Mitarbeiter betroffen und befinden sich in Quarantäne.

Belastbare Erklärungen für den weiteren Anstieg der Infektionszahlen gibt es laut Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerkes, derzeit nicht. „In unseren Einrichtungen wurden und werden alle Hygienemaßnahmen nach RKI-Standard umgesetzt. Wir sind daher sehr enttäuscht, dass ein Ausbruchsgeschehen dennoch nicht verhindert werden konnte“, erläutert er. Als Konsequenz daraus gehe man inzwischen sogar noch über diese Standards hinaus. So tragen aktuell sämtliche Mitarbeiter in den sieben Wohnstätten des Vereins durchgehend und ausschließlich FFP2-Masken. „RKI-Standard ist, dass nur in pflegerischen Situationen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, FFP2-Masken getragen werden und ansonsten ein Mund-Nasen-Schutz zum Einsatz kommt. Dies haben wir seit dem Ausbruch im Wohnheim Vechta für alle Wohnstätten des Andreaswerks auf das durchgängige Tragen einer FFP2-Maske angepasst“, so Warnking.

Allen infizierten Personen geht es den Umständen entsprechend gut. Auch dem Bewohner, der am Sonntag vorsichtshalber in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, gehe es inzwischen wieder besser, berichtet Guido Moormann, Fachbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Er könne voraussichtlich bald in das Wohnheim zurückkehren. „Was die Krankheitsverläufe betrifft, sind wir bislang insgesamt relativ glimpflich durch diese schwere Zeit gekommen. Wir hoffen natürlich, dass es so bleibt und dass alle Bewohner und Mitarbeiter gut genesen“, sagt der Fachbereichsleiter.


Zum Hintergrund:
Vor gut einer Woche hatte eine Reihentestung im Wohnheim Vechta des Andreaswerkes ergeben, dass sich 28 Bewohner sowie vier Mitarbeiter mit dem Virus infiziert haben. Bei einem fünften Mitarbeiter hatte schon zuvor ein positives Testergebni