Begegnungsstätte Treff|B steht allen offen

Lohne – Jeden zweiten Montag wird gehäkelt, dienstags treffen sich die Teilnehmer zu Kaffee und Gesprächen und in regelmäßigen Abständen steht ein Kochabend auf dem Programm. In der neuen Begegnungsstätte Treff|B des Andreaswerkes in Lohne sind die ersten Angebote längst angelaufen. Nach weiteren Ideen ist Ulrich kleine Stüve, Abteilungsleiter Offene Dienste und Ambulante Wohnassistenz für Menschen mit seelischer Beeinträchtigung, derzeit auf der Suche. „Wir wollen das Projekt nun möglichst rasch aus den Kinderschuhen herausholen und weiterentwickeln“, erläuterte er jetzt bei einem Besuch von Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer sowie dem Leiter des Amtes für Familie und Soziales, Sebastian Wolke.  

Auch wenn die Begegnungsstätte grundsätzlichen allen offensteht, so sollen sich doch insbesondere Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung hier untereinander austauschen, Kontakte knüpfen und Gruppenangebote wahrnehmen können. Gleichzeitig besteht für sie die Möglichkeit, sich mit Fragen und Problemen an die ebenfalls in den Räumen untergebrachten Mitarbeiter der Ambulanten Wohnassistenz für Menschen mit seelischer Beeinträchtigung zu wenden. Den Standort in der Deichstraße sieht  Ulrich kleine Stüve hierfür als ideal an: „Durch die Nähe zum Bahnhof und zur Innenstadt sind wir für die Teilnehmer und Klienten gut erreichbar, sitzen aber nicht wie auf dem Präsentierteller.“

Vorteile, die auch dem benachbarten Werk|A zugutekommen. Im April 2019 gestartet, richtet sich das niedrigschwellige Beschäftigungsangebot des Andreaswerkes ebenfalls an Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Entsprechend eng ist die Zusammenarbeit zwischen den beiden parallel entstandenen Projekten der Fachbereiche Wohnen und Assistenz sowie Werkstatt des Andreaswerkes. „Gemeinsam mit dem Fachbereich Werkstatt etwas auf die Beine zu stellen, war uns sehr wichtig“, machte kleine Stüve deutlich. Dazu gehört nicht zuletzt, dass die Klienten aus dem Werk|A die mit einer Küche, verschiedenen Sitzmöglichkeiten und einem Kickertisch ausgestatten Räume des Treff|B dank einer Verbindungstür gut erreichen und mitnutzen können.

Bürgermeister Gerdesmeyer, der sich bei seinem Rundgang auch Zeit für ein Gespräch mit den anwesenden Klienten und Mitarbeitern nahm, wünschte den beiden Projekten viel Erfolg für die Zukunft. Man merke, dass hier Wert auf einen ganzheitlichen Ansatz gelegt worden sei, so das Stadtoberhaupt. Zugleich freue er sich, dass das Andreaswerk mit der Schaffung der niedrigschwelligen Angebote in Lohne ein weiteres Zeichen für den Standort gesetzt habe.

„Das Andreaswerk hat mit seinen Wohneinrichtungen und Werkstätten eine lange Tradition in Lohne. Wir fühlen uns hier sehr zu Hause“, bekräftigte in diesem Zusammenhang Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk. Dabei hob er unter anderem die günstige Lage innerhalb des Landkreises und die gute Anbindung an Bus und Bahn hervor. Dies erleichtere es Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sowohl aus dem Nord- wie dem Südkreis, die hiesigen Angebote des Andreaswerkes wahrzunehmen, so der Geschäftsführer.

Damit künftig möglichst viele von ihnen auch im Treff|B vorbeischauen, möchte Ulrich kleine Stüve dessen Programm nun weiter ausbauen und „breit gestalten“. Dafür sucht er derzeit noch Bürger, die sich gerne ehrenamtlich engagieren und mit einem regelmäßigen Angebot einbringen wollen. Denkbar ist für ihn außerdem, dass Gruppen und Vereine die Räumlichkeiten des Treff|B für eigene Veranstaltungen nutzen.

Erreichbar sind die Mitarbeiter des Treff|B unter Telefon 04442 7022623, Ulrich kleine Stüve unter Telefon 04441 960-242. Die Bürozeiten sind montags bis freitags von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie zusätzlich montags bis donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr.

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Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (3. v. li.) und Amtsleiter Sebastian Wolke (li.) ließen sich von Geschäftsführer Matthias Warnking (2. v. li.) sowie von (v. re.) Ulrich kleine Stüve, Rainer Kalkhoff (Projektleiter Werk|A) und Michael Mähs (Ansprechpartner Werk|A) durch die Räumlichkeiten an der Deichstraße führen.

Bild: Thiel/Andreaswerk