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Infektionszahlen im Wohnheim des Andreaswerkes unverändert

Vechta - In dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Wohnheim des Andreaswerkes in Vechta ist die Lage derzeit weitgehend unverändert. Eine Reihentestung am Mittwoch vor Heiligabend hatte ergeben, dass sich 28 der insgesamt 36 Bewohner der Einrichtung sowie vier Mitarbeiter mit dem Virus infiziert haben. Bei einer weiteren, fünften Betreuungsperson war schon zuvor eine Infektion festgestellt worden. Im Laufe der Woche sollen weitere Testungen bei Bewohnern und Mitarbeitern durchgeführt werden.

Ein Bewohner wurde auf ärztliche Empfehlung am Sonntag vorsichtshalber in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein gesundheitlicher Zustand hatte sich zuletzt etwas verschlechtert. Die Angehörigen sowie das Gesundheitsamt seien über diesen Schritt informiert worden, sagt Guido Moormann, Fachbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Weitere infizierte Bewohner zeigen Symptome, ihnen geht es aber nach wie vor relativ gut.

Als große Unterstützung und sehr engmaschig beschreibt der Fachbereichsleiter in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit dem betreuenden Arzt sowie den zuständigen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Mit ihnen stehe man seit Bekanntwerden der Testergebnisse im täglichen Kontakt, um die aktuellen Entwicklungen zu besprechen und das weitere Vorgehen abzustimmen. Ebenso gilt sein Dank den Mitarbeitern im Wohnheim für das „enorme Engagement in einer für alle herausfordernden und belastenden Situation“. 

Angespannt sei die Situation aufgrund der Infektionen unter den Mitarbeitern auch in personeller Hinsicht, so Moormann. Daher wurden inzwischen teilweise Mitglieder der so genannten „Freiwilligengruppe“ aktiviert. Bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Fachbereiche des Andreaswerkes, hatte sich das Team im April zu dem Zweck formiert, im Falle eines Corona-Ausbruchs die Kollegen im Wohnbereich zu unterstützen. Alle Mitglieder haben für ihren freiwilligen Einsatz im Rahmen der Gruppe vorab eine spezielle Schulung durchlaufen. 

Insgesamt betreibt das Andreaswerk sieben Wohnstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen – vier am Standort Vechta sowie drei in Lohne. Die übrigen sechs Einrichtungen, zu denen auch zwei Seniorenwohnheime gehören, waren und sind bislang nicht betroffen.

Stand: 27.12.2020,17:00 Uhr