Insgesamt 30 Fälle am Standort  Lohne

Lohne – In der von einem aktuellen Infektionsgeschehen betroffenen Werkstatt Brägeler Ring des Andreaswerkes sind am Freitag weitere Testergebnisse eingetroffen. Die Zahl der bekannten Infektionsfälle unter den Mitarbeitenden und Beschäftigten steigt demnach auf insgesamt 25. Gleichzeitig ist der Verdacht, dass sich Bewohner aus dem Lohner Wohnheim des Vereins mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten, zur Gewissheit geworden. Bei fünf der 36  in der Einrichtung lebenden Menschen mit Beeinträchtigungen konnte das Virus nachgewiesen werden.

Unter den positiven Fällen im Wohnheim befinden sich auch Beschäftigte der Werkstatt Brägeler Ring. Diese hat inzwischen ihren Betrieb eingestellt. Alle Mitarbeiter und Beschäftigten im Gruppendienst wurden vorsichtshalber in Quarantäne gesetzt. Den nun positiv getesteten Personen gehe es seines Wissens den Umständen entsprechend gut, sagt Markus Ideler, Geschäftsbereichsleiter Werkstatt.

Das gilt laut Guido Moormann, Geschäftsbereichsleiter Wohnen und Assistenz, auch für die Infizierten im  Wohnheim. Der Bewohner, der am Mittwoch mit Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, konnte inzwischen wieder entlassen werden. Sein sowie der positive Schnelltest eines weiteren Bewohners hatten den Anlass für die am  Donnerstagnachmittag in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt durchgeführte Reihentestung im Wohnheim gegeben. Gemeinsam mit den übrigen vier betroffenen Bewohnern wird er nun in die eigens zu diesem Zweck eingerichtete „Isolationsgruppe“ verlegt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die gesonderten Räumlichkeiten, die nicht ans Wohnheim angeschlossen sind, kommen damit zum ersten Mal zum Einsatz.  

Weitere Testungen in der Werkstatt sowie im Wohnheim erfolgen am kommenden Montag. Dann sollen unter anderem die bislang negativ getesteten Personen erneut getestet werden.

Weitere Coronafälle in Werkstatt des Andreaswerkes

Lohne – Während der Corona-Ausbruch in der Werkstatt Steinfeld des Andreaswerkes inzwischen eingegrenzt werden konnte, gibt es in Lohne am Standort Brägeler Ring ein aktuelles Infektionsgeschehen. Insgesamt sind hier elf Personen mit dem Virus infiziert. Das Gesundheitsamt wurde nach Auskunft des Geschäftsbereiches Werkstatt frühzeitig einbezogen und führte Reihentests durch. Derzeit steht das Ergebnis für eine Arbeitsgruppe noch aus.

Eine weitere Reihentestung fand am heutigen Nachmittag in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt im Lohner Wohnheim des Vereins statt. Dort gebe es aktuell zwei Verdachtsfälle, erklärt Guido Moormann, Geschäftsbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Ein Bewohner sei mit Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden, er arbeite ebenfalls am Brägeler Ring. Die Ergebnisse der PCR-Tests liegen bislang nicht vor.

Für die betroffenen Werkstattbereiche in Lohne wurden Quarantänen ausgesprochen. Die anderen Bereiche bleiben ebenfalls vorsorglich zu Hause. Zudem wird weiterhin mit Hochdruck daran gearbeitet, die Infektionsketten nachzuvollziehen und schnellstmöglich zu durchbrechen. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich um mehrere kleine, voneinander unabhängige Ausbruchsgeschehen handle, erläutert Markus Ideler, Geschäftsbereichsleiter Werkstatt. Mögliche zusätzliche Maßnahmen sowie das weitere Vorgehen würden derzeit in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

„Hohe Sicherheitsmaßnahmen, wie die Kohortenbildung, die Verfügbarkeit und der gezielte Einsatz von Schnelltests sowie nicht zuletzt der sensible und disziplinierte Umgang aller mit dem Thema haben sich als wichtige Instrumente im Kampf gegen das Virus erwiesen“, betonen Matthias Warnking sowie sein Vorstandskollege Dominik Fahlbusch übereinstimmend. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es aber leider trotz aller Vorsichts- und Schutzmaßnahmen nicht. Den infizierten Personen wünschen sie sowie Geschäftsbereichsleiter Markus Ideler und Guido Moormann nun eine schnelle und gute Genesung.

Im Geschäftsbereich Werkstatt sind insgesamt rund 800 Beschäftigte und 150 hauptamtliche Mitarbeitende tätig. Standorte gibt es in Vechta, Lohne und Steinfeld.

Vechtaer Wohnheim läuft wieder im Regelbetrieb

Vechta – Etwas mehr als drei Wochen ist es her, dass in dem Vechtaer Wohnheim des Andreaswerkes ein Corona-Ausbruch bekannt wurde. Inzwischen ist die Einrichtung zum Regelbetrieb zurückgekehrt. Alle betroffenen Bewohner seien genesen oder auf dem besten Wege dorthin, heißt es dazu aus dem Geschäftsbereich Wohnen und Assistenz. Die Quarantäne für den letzten der insgesamt 36 Bewohner war vor rund einer Woche vom Gesundheitsamt aufgehoben worden. Entsprechend konnten die meisten Bewohner ihre Tätigkeit in der Werkstatt bereits wieder aufnehmen und arbeiten dort wie zuvor als Kohorte zusammen. Ebenfalls zurück an ihrem gewohnten Arbeitsplatz sind diejenigen Mitarbeiter anderer Bereiche, die während der vergangenen Wochen freiwillig im Wohnheim ausgeholfen hatten.

Im Zuge des Ausbruchs hatten sich 30 der insgesamt 36 Bewohner des Wohnheims sowie 21 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Ein 65-jähriger Bewohner war bedauerlicherweise in der Neujahrsnacht in Zusammenhang mit COVID-19 im Krankenhaus verstorben. Bei der letzten PCR-Reihentestung am 5. Januar konnte schließlich nur noch bei fünf von 32 an diesem Tag getesteten Bewohnern das Virus nachgewiesen werden. Zudem wurden im Rahmen des Termins 44 Mitarbeiter des Wohnheims und acht Mitarbeiter anderer Bereiche getestet. Ihre Tests fielen ebenso negativ aus wie die einen Tag später vorsorglich durchgeführten PoC-Schnelltests bei 60 Kollegen aus der Werkstatt sowie die Schnelltests von elf beziehungsweise zehn Kollegen aus dem Wohnheim am 8.  und am 11. Januar.

„Nur durch die große Einsatzbereitschaft aller Beteiligten – intern wie extern – ist es uns gelungen, diese schwierige Herausforderung zu meistern“, erklärt rückblickend Guido Moormann, Geschäftsbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Jede beziehungsweise jeder habe ohne zu zögern das Notwendige getan, um die Krise so gut und so schnell wie möglich zu überwinden. Sein Dank gilt dabei neben den eigenen Mitarbeitern und Abteilungsleitern sowie den Bewohnern auch den freiwilligen Unterstützungskräften aus den übrigen Einrichtungen des Andreaswerkes, dem Krisenstab, dem Gesundheitsamt, dem zuständigen Arzt und dem Malteser Hilfsdienst sowie nicht zuletzt den Angehörigen und Betreuern der Bewohner.

Manufaktur bietet Mittagstisch zum Mitnehmen an

Vechta/Steinfeld – Während die Umbauarbeiten zur Erweiterung der Manufaktur weiter voranschreiten, kann das Café im Herzen Vechtas seinen Betrieb in einigen Bereichen bereits wieder hochfahren. So bietet die Einrichtung des Andreaswerkes ab Montag (25. Januar) erneut einen Mittagstisch an - wegen des aktuellen coronabedingten Lockdowns allerdings nur zum Verzehr außer Haus. Auf der täglich wechselnden Speisekarte stehen dann jeweils ein Eintopf, Salat und Nachtisch. Tellergerichte können derzeit aus organisatorischen Gründen noch nicht ausgegeben werden.

Ebenfalls besetzt sind die in der Manufaktur untergebrachte Bilderrahmung sowie die Wäschereien des Andreaswerkes an den Standorten Vechta und Steinfeld. Individuelle Terminabsprachen mit der Bilderrahmung sind möglich unter Telefon 04441 9733327. Die Wäschereien nehmen zu den gewohnten Öffnungszeiten Wäsche von Geschäfts- wie Privatkunden an. Alle Kunden werden gebeten, während der Anlieferung sowie Abholung auf die Einhaltung der Hygieneregeln zu achten.

Petition: Gleicher Impfschutz für alle schwerbehinderten Menschen

Christian Homburg ist 24 Jahre alt, an Muskeldystrophie Duchenne erkrankt und damit durch das Coronavirus besonders gefährdet. Dennoch gehört er  nicht zu den beiden ersten Impfgruppen der Corona-Impfverordnung. Der Grund: die selbstständige Lebensführung des Produktdesigners. 

„Viele körperlich schwerbehinderte Menschen, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben, werden bei der Impfstoffversorgung vergessen“, ist er überzeugt.  Im Rahmen einer Petition an das Bundesministerium für Gesundheit möchte der 24-Jährige auf dieses Problem aufmerksam machen. Und fordert darin gleichen Impfschutz für  alle schwerbehinderten  Menschen – unabhängig davon, wie und wo sie leben.

Wer die Petition „Impfschutz auch für schwerbehinderte Menschen außerhalb von Pflegeeinrichtungen“ unterstützen möchte, findet diese sowie weitere Infos unter diesem Link: http://chng.it/wDJtGY9JcH