Spezielle Röstung macht den Unterschied

Rieste/Vechta -
Geht es um des Deutschen liebstes Getränk, hat Wilfried Kruse-Bartels, Mitarbeiter Arbeitsvorbereitung im Andreaswerk, hohe Ansprüche. Bio muss der Kaffee sein, gut bekömmlich und natürlich fair gehandelt. Klar, dass das auch für den neuen Andreaswerk-Kaffee gelten sollte. Erhältlich ist dieser, wahlweise gemahlen oder in ganzen Bohnen, nun in den drei Sorten Filterkaffee, Café Crème sowie Espresso. Aber wie kam es eigentlich dazu?

Die Überlegung, einen eigenen Andreaswerk-Kaffee auf den Markt zu bringen, hatte Kruse-Bartels zufolge bereits länger im Raum gestanden. „Wir wurden immer mal wieder von Kunden, aber auch Einzelhändlern angesprochen, ob es nicht ein Ergänzungsprodukt zu den Keksen aus unserer Bäckerei in Steinfeld gebe“, erinnert er sich an die Initialzündung.

An Fahrt nahm das Projekt auf, als Marvin Hassel, ein Beschäftigter aus der Werkstatt für behinderte Menschen, zum Team stieß. „Er war quasi der kreative Faktor, der uns noch fehlte. Mit seinen Vorschlägen zu einem Logo und anderen Materialien konnten wir endlich den nächsten Schritt gehen und uns gemeinsam mit der Firma Joliente an die Umsetzung machen“, sagt Kruse-Bartels.

Neu ist die Zusammenarbeit mit der Rösterei aus dem Niedersachsenpark in Rieste nicht. Immerhin liefert diese schon seit geraumer Zeit den Kaffee für die Manufaktur des Andreaswerkes. „Wem der Kaffee dort schmeckt, hat künftig die Möglichkeit, ein Päckchen mit nach Hause zu nehmen“, freut sich Stephan Lochner von der Firma Joliente, in deren Rösterei das Andreaswerk inzwischen auch einen Außenarbeitsplatz eingerichtet hat. Regelmäßig kommt nun Manufaktur-Beschäftigter Thomas Schwingel in die Lingener Straße, um die Kaffeepakete mit den nötigen Etiketten zu versehen und auf den Weg zu bringen.

Und wie sieht es mit dem Inhalt aus? „Vor allem steckt hier ganz viel Mexiko und Peru drin“, verrät Stephan Lochner schmunzelnd. Zugleich sei die Röstung sehr schonend, wodurch der Kaffee einen sehr geringen Säureanteil und weniger Bitterstoffe enthalte und besonders bekömmlich sei. „Bei uns werden die Bohnen, je nach Sorte, bis zu zwanzig Minuten und bei rund 225 Grad geröstet – und damit deutlich länger und bei niedrigeren Temperaturen als in der Industrie“, macht er den Unterschied zum Industriekaffee aus dem Supermarkt deutlich.

Wer den Andreaswerk-Kaffee selbst probieren möchte, findet ihn im Café am Campus, Feldmannskamp 1 in Vechta, in der Wäscherei & Heißmangel, Am Sternbusch 3 in Vechta und Handorfer Straße 99 in Steinfeld, in der Manufaktur, Große Straße 41 in Vechta, oder im ausgewählten Einzelhandel.

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Wilfried Kruse-Bartels (von oben), Thomas Schwingel,
Anke Franzke ausder Manufaktur und Marvin Hassel im
Café der Rösterei.


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Stephan Lochner zeigt Manufaktur-Mitarbeiterin Anke Franzke, wie Kaffeebohnen geröstet werden.

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Wilfried Kruse-Bartels und Thomas Schwingel präsentieren den neuen Andreaswerk-Kaffee.

Alle Fotos: Thiel/Andreaswerk