Manufaktur bietet Mittagstisch zum Mitnehmen an

Vechta/Steinfeld – Während die Umbauarbeiten zur Erweiterung der Manufaktur weiter voranschreiten, kann das Café im Herzen Vechtas seinen Betrieb in einigen Bereichen bereits wieder hochfahren. So bietet die Einrichtung des Andreaswerkes ab Montag (25. Januar) erneut einen Mittagstisch an - wegen des aktuellen coronabedingten Lockdowns allerdings nur zum Verzehr außer Haus. Auf der täglich wechselnden Speisekarte stehen dann jeweils ein Eintopf, Salat und Nachtisch. Tellergerichte können derzeit aus organisatorischen Gründen noch nicht ausgegeben werden.

Ebenfalls besetzt sind die in der Manufaktur untergebrachte Bilderrahmung sowie die Wäschereien des Andreaswerkes an den Standorten Vechta und Steinfeld. Individuelle Terminabsprachen mit der Bilderrahmung sind möglich unter Telefon 04441 9733327. Die Wäschereien nehmen zu den gewohnten Öffnungszeiten Wäsche von Geschäfts- wie Privatkunden an. Alle Kunden werden gebeten, während der Anlieferung sowie Abholung auf die Einhaltung der Hygieneregeln zu achten.

Vechtaer Wohnheim läuft wieder im Regelbetrieb

Vechta – Etwas mehr als drei Wochen ist es her, dass in dem Vechtaer Wohnheim des Andreaswerkes ein Corona-Ausbruch bekannt wurde. Inzwischen ist die Einrichtung zum Regelbetrieb zurückgekehrt. Alle betroffenen Bewohner seien genesen oder auf dem besten Wege dorthin, heißt es dazu aus dem Geschäftsbereich Wohnen und Assistenz. Die Quarantäne für den letzten der insgesamt 36 Bewohner war vor rund einer Woche vom Gesundheitsamt aufgehoben worden. Entsprechend konnten die meisten Bewohner ihre Tätigkeit in der Werkstatt bereits wieder aufnehmen und arbeiten dort wie zuvor als Kohorte zusammen. Ebenfalls zurück an ihrem gewohnten Arbeitsplatz sind diejenigen Mitarbeiter anderer Bereiche, die während der vergangenen Wochen freiwillig im Wohnheim ausgeholfen hatten.

Im Zuge des Ausbruchs hatten sich 30 der insgesamt 36 Bewohner des Wohnheims sowie 21 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Ein 65-jähriger Bewohner war bedauerlicherweise in der Neujahrsnacht in Zusammenhang mit COVID-19 im Krankenhaus verstorben. Bei der letzten PCR-Reihentestung am 5. Januar konnte schließlich nur noch bei fünf von 32 an diesem Tag getesteten Bewohnern das Virus nachgewiesen werden. Zudem wurden im Rahmen des Termins 44 Mitarbeiter des Wohnheims und acht Mitarbeiter anderer Bereiche getestet. Ihre Tests fielen ebenso negativ aus wie die einen Tag später vorsorglich durchgeführten PoC-Schnelltests bei 60 Kollegen aus der Werkstatt sowie die Schnelltests von elf beziehungsweise zehn Kollegen aus dem Wohnheim am 8.  und am 11. Januar.

„Nur durch die große Einsatzbereitschaft aller Beteiligten – intern wie extern – ist es uns gelungen, diese schwierige Herausforderung zu meistern“, erklärt rückblickend Guido Moormann, Geschäftsbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Jede beziehungsweise jeder habe ohne zu zögern das Notwendige getan, um die Krise so gut und so schnell wie möglich zu überwinden. Sein Dank gilt dabei neben den eigenen Mitarbeitern und Abteilungsleitern sowie den Bewohnern auch den freiwilligen Unterstützungskräften aus den übrigen Einrichtungen des Andreaswerkes, dem Krisenstab, dem Gesundheitsamt, dem zuständigen Arzt und dem Malteser Hilfsdienst sowie nicht zuletzt den Angehörigen und Betreuern der Bewohner.

Todesfall in Zusammenhang mit Corona-Ausbruch

Vechta
- In der vergangenen Woche war es in einer Vechtaer Wohnstätte des Andreaswerkes zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Zu Beginn des neuen Jahres erreichte die Einrichtung jetzt die traurige Nachricht, dass es einen Todesfall in Zusammenhang mit diesem Ausbruch gibt. Ein Bewohner sei bedauerlicherweise in der Neujahrsnacht im Krankenhaus verstorben, teilt die Fachbereichsleitung Wohnen und Assistenz mit. Bei dem 65-Jährigen handle es sich um den Bewohner, der bereits am vergangenen Sonntag (27.12.2020) vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Zwischenzeitlich wurde dort nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt noch eine weitere infizierte Bewohnerin versorgt, die nun wieder im Wohnheim betreut wird.


„Wir sind tief betroffen und unsagbar traurig angesichts dieser Neuigkeit. Den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen möchten wir auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen unser tiefes Mitgefühl ausdrücken“, betonen Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerkes, sowie Guido Moormann, Fachbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Zeitweise sei es dem 65-Jährigen wieder etwas besser gegangen, bevor sich sein Zustand dann verschlechtert habe. Der gesetzliche Betreuer sowie das Gesundheitsamt seien informiert worden. Den übrigen infizierten Bewohnern im Wohnheim geht es nach Auskunft der dortigen Mitarbeiter nach wie vor den Umständen entsprechend gut.

Bislang haben sich in Zusammenhang mit dem Ausbruch 30 Bewohner des Vechtaer Wohnheims sowie 21 Mitarbeiter des Andreaswerkes mit dem Coronavirus infiziert. Ein am Donnerstag (31.12.2020) durchgeführter Schnelltest bei 22 aktuell im Wohnheim eingesetzten Mitarbeitern fiel indes bei allen negativ aus. Für die kommende Woche ist eine weitere Reihentestung mit PCR-Tests geplant.   

Petition: Gleicher Impfschutz für alle schwerbehinderten Menschen

Christian Homburg ist 24 Jahre alt, an Muskeldystrophie Duchenne erkrankt und damit durch das Coronavirus besonders gefährdet. Dennoch gehört er  nicht zu den beiden ersten Impfgruppen der Corona-Impfverordnung. Der Grund: die selbstständige Lebensführung des Produktdesigners. 

„Viele körperlich schwerbehinderte Menschen, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben, werden bei der Impfstoffversorgung vergessen“, ist er überzeugt.  Im Rahmen einer Petition an das Bundesministerium für Gesundheit möchte der 24-Jährige auf dieses Problem aufmerksam machen. Und fordert darin gleichen Impfschutz für  alle schwerbehinderten  Menschen – unabhängig davon, wie und wo sie leben.

Wer die Petition „Impfschutz auch für schwerbehinderte Menschen außerhalb von Pflegeeinrichtungen“ unterstützen möchte, findet diese sowie weitere Infos unter diesem Link: http://chng.it/wDJtGY9JcH

Weitere Bewohner und Mitarbeiter des Andreaswerkes positiv getestet

Vechta - In Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einem Wohnheim des Andreaswerkes ist die Zahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen gestiegen. Eine erneute Reihentestung am Dienstag (29.12.2020) ergab, dass sich weitere 13 Mitarbeiter mit dem Virus angesteckt haben. Insgesamt waren gestern in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt rund 50 Personen getestet worden. Zudem hat sich die amtlich bestätigte Zahl der infizierten Bewohner seit der vergangenen Woche um zwei erhöht. Damit sind jetzt 30 Bewohner sowie, nach drei ebenfalls positiv ausgefallenen Einzeltests, insgesamt 21 Mitarbeiter betroffen und befinden sich in Quarantäne.

Belastbare Erklärungen für den weiteren Anstieg der Infektionszahlen gibt es laut Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerkes, derzeit nicht. „In unseren Einrichtungen wurden und werden alle Hygienemaßnahmen nach RKI-Standard umgesetzt. Wir sind daher sehr enttäuscht, dass ein Ausbruchsgeschehen dennoch nicht verhindert werden konnte“, erläutert er. Als Konsequenz daraus gehe man inzwischen sogar noch über diese Standards hinaus. So tragen aktuell sämtliche Mitarbeiter in den sieben Wohnstätten des Vereins durchgehend und ausschließlich FFP2-Masken. „RKI-Standard ist, dass nur in pflegerischen Situationen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, FFP2-Masken getragen werden und ansonsten ein Mund-Nasen-Schutz zum Einsatz kommt. Dies haben wir seit dem Ausbruch im Wohnheim Vechta für alle Wohnstätten des Andreaswerks auf das durchgängige Tragen einer FFP2-Maske angepasst“, so Warnking.

Allen infizierten Personen geht es den Umständen entsprechend gut. Auch dem Bewohner, der am Sonntag vorsichtshalber in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, gehe es inzwischen wieder besser, berichtet Guido Moormann, Fachbereichsleiter Wohnen und Assistenz. Er könne voraussichtlich bald in das Wohnheim zurückkehren. „Was die Krankheitsverläufe betrifft, sind wir bislang insgesamt relativ glimpflich durch diese schwere Zeit gekommen. Wir hoffen natürlich, dass es so bleibt und dass alle Bewohner und Mitarbeiter gut genesen“, sagt der Fachbereichsleiter.


Zum Hintergrund:
Vor gut einer Woche hatte eine Reihentestung im Wohnheim Vechta des Andreaswerkes ergeben, dass sich 28 Bewohner sowie vier Mitarbeiter mit dem Virus infiziert haben. Bei einem fünften Mitarbeiter hatte schon zuvor ein positives Testergebni