Andreaswerk betreibt Fahrrad-Service-Station

Vechta - Öffnet das Mobilitätszentrum Vechta Mitte Oktober seine Türen, ist auch das Andreaswerk mit einem eigenen, neuen Angebot dabei. Der Verein betreibt in dem Gebäude künftig eine kleine Fahrrad-Service-Station nebst Wartezone und einem Teile-Shop. Ein Schwerpunkt des Angebotes: die Fahrradwäsche inklusive manueller Nachreinigung.

In einem eigens dafür eingerichteten Waschraum wird das Fahrrad zunächst in einer Fahrrad-Waschanlage gereinigt. Daraufhin folgt an den Service-Arbeitsplätzen die manuelle Handreinigung mit Lappen und Bürste. Zusätzliche Arbeiten, wie zum Beispiel das Versiegeln mit Radglanz und das Nachfetten der Kette, werden nach Bedarf durchgeführt.

Wer auf die Reinigung seines Fahrrads warten möchte, kann sich in einer Wartezone bei einem Kaffee und einem kleinen Snack aufhalten. Im Shop-Bereich der Station besteht zudem die Möglichkeit, nach Zubehörteilen für Fahrräder zu stöbern. Dazu gehören unter anderem Taschen, Sättel oder Schlösser sowie diverse Kleineteile, wie Schläuche, Ventile und Reinigungsmittel.

Die Firma Pott unterstützt die Station mit fachlichem Rat und der Lieferung der dort verwendeten Teile und des Zubehörs. Damit werden eine fachgerechte Ausführung der Arbeiten und eine hohe Qualität des Zubehörs gewährleistet. Zudem präsentiert das Fachgeschäft einige neue Fahrräder im Teile-Shop.

Die Firma Pott und das Andreaswerk arbeiten schon seit einigen Jahren im Rahmen eines Außenarbeitsplatzes zusammen. Das bedeutet: Ein Beschäftigter der Werkstatt hat seinen Arbeitsplatz bei dem Vechtaer Zweiradcenter in der Falkenrotter Straße.  

 

Teilhabe vor Ort stärken

Vechta - Es ging um Themen wie Barrierefreiheit, Mobilität oder Arbeitsplätze. Und darum, Inklusion richtig zu machen. Gut anderthalb Stunden diskutierten die Bürgermeisterkandidaten der Stadt Vechta auf Einladung des Andreaswerkes darüber, wie sie die gesellschaftliche, politische und berufliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen vor Ort stärken wollen. Klar wurde während der Veranstaltung, moderiert von Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, sowie Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten: Auf den neuen Bürgermeister warten in Sachen Inklusion noch einige Herausforderungen.

Die knapp 100 Zuhörer in der Cafeteria des Andreaswerkes erlebten im Verlauf des Abends ein gut vorbereitetes Kandidatentrio, das sich offen den Fragen der Moderatoren und des Publikums stellte. Einen Schwerpunkt bildete dabei das für viele Menschen mit Beeinträchtigungen wichtige Thema Mobilität. „Es wird viel über Selbstbestimmung und Teilhabe geredet. Wenn man das ernst nimmt, muss es auch möglich sein, sonntags mit dem Stadtbus zu fahren“, machte Heribert Mählmann deutlich. Für eine entsprechende Erweiterung des Fahrplans werde er sich einsetzen. In Hinblick auf das Thema Mobilität sprach sich Claus Dalinghaus zudem für eine Sanierung der Radwege sowie eine inklusiv gedachte Beschilderung aus. „Damit sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gleichermaßen schnell und gut orientieren können“, so Dalinghaus.

Dass Barrierefreiheit nicht nur bauliche Maßnahmen betrifft, hob Kristian Kater unter anderem am Beispiel schwer verständlicher, behördlicher Formulare hervor. „Wir müssen mehr auf leichte Sprache setzen“, betonte er nicht zuletzt mit Blick auf die Stadtverwaltung. Wie bei der Barrierefreiheit und der Mobilität waren sich die drei auch beim Thema Arbeitsplätze in weiten Teilen einig: Die Stadt, so die Kandidaten, sollte bei der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen Vorreiter sein.

Hier und da genauer nachhaken, konnten die Zuhörer im Rahmen der abschließenden Tischgespräche – bei Bedarf mit Unterstützung. „Viele Fragen zu zentralen Themen wurden zwar schon vorher beantwortet“, sagte Michael Rimpler, Vorsitzender des Werkstattrates im Andreaswerk. Dennoch seien die Gespräche in kleinen Gruppen eine gute Gelegenheit gewesen, direkt mit den Kandidaten über Themen zu diskutieren, die einem am Herzen liegen.

Knapp zwei Wochen haben die wahlberechtigten Vechtaer Bürger mit und ohne Beeinträchtigungen nun noch Zeit, sich auf ihren persönlichen Favoriten festzulegen. Die Wahl findet am 20. Oktober (Sonntag) statt.


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Die Moderatoren Matthias Warnking (re., Geschäftsführer Andreaswerk) und Siegfried Böckmann (li., Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten) begrüßten die Bürgermeisterkandidaten (v.li.) Kristian Kater, Claus Dalinghaus und Heribert Mählmann in der Cafeteria des Andreaswerkes.

Foto: Thiel/Andreaswerk

FAK Soziales besucht Kindertagesstätten in Damme

Damme
- Der FAK Soziales im Kreisverband der CDU hatte kürzlich nach Damme eingeladen. Bürgermeister Gerd Muhle, der die gesamte Veranstaltung begleitete, stellte den Teilnehmern zunächst auf einem Rundgang den Jugendtreff der Stadt Damme vor. Dieser befindet sich in der ehemaligen Marienschule. In den großzügigen Räumen werden zahlreiche Freizeitgestaltungen angeboten und sehr gut angenommen. Ein Verantwortlicher für den Jugendtreff ist Jakob Dick, der vor Ort Fragen beantwortete. 


Anschließend stellte Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerkes, den Teilnehmern die Kindertagesstätte St. Katharina vor, die - wie die benachbarte Kindertagesstätte St. Martin - vom Andreaswerk getragen wird. Die Abteilungsleiterinnen Ursula Buschermöhle und Christina Ortmann zeigten auf einem Rundgang und durch eine Präsentation ihre Arbeit. Ein Schwerpunkt ist die Einbindung der Frühförderung in den Kindergartenalltag. Bei dem regen und sehr offenen Austausch wurde den Teilnehmern das wesentliche Anliegen, die Forderung nach mehr gut ausgebildeten Fachkräften, erläutert:

Die Anforderungen an die Mitarbeiter im Bereich der frühkindlichen Bildung sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Auch der Zeitaufwand für die organisatorischen Arbeiten ist deutlich angewachsen. Gute, engagierte Fachkräfte sind durch eine Aufwertung der Ausbildung, Vollzeitstellen und eine bessere Verlässlichkeit von Planungen zu gewinnen und insbesondere auch zu halten. Statt einer Diskussion über weitere Beitragssenkungen sind alle Anstrengungen auf den Ausbau der Qualität der Kinderbetreuung zu richten. 


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Der FAK Soziales informierte sich vor Ort.  

Kinder gestalten Pferderohling zum Thema „Grüne Wiese“

Steinfeld - Sie ist groß, grün und mit Pflanzen und Tieren dekoriert: die von den Kindern des Heilpädagogischen Kindergartens und der Kindertagesstätte St. Jakobus Steinfeld bemalte Pferdefigur. Im Auftrag der Gemeinde Steinfeld gestaltet, soll sie künftig die 2004 ins Leben gerufene „Pferdestraße“ ergänzen. Diese war in den vergangenen Jahren aufgrund von Beschädigungen an mehreren Exemplaren von ursprünglich über 50 auf zuletzt zehn Pferde geschrumpft.

„Als uns die Gemeinde gefragt hat, ob wir eines der Ersatzpferde verzieren wollen, waren wir sofort Feuer und Flamme“, erzählt Hanna Rießelmann, Mitarbeiterin St. Jakobus. Entsprechend schnell war auch ein passendes Thema gefunden. „Wir haben den Kindern ‚Grüne Wiese‘ als Motto vorgegeben. Was sie dazu malen wollen, durften sie sich aber selbst aussuchen“, betont die Mitarbeiterin. Durch den Einsatz von Pinseln, Fingern und ganz viel Farbe sind so während einer Projektwoche unter anderem Marienkäfer und andere Krabbeltiere, bunte Blumen oder Kaninchen auf grünem Grund entstanden.

Erstmals werden die neuen, vom Kindergarten des Andreaswerkes sowie vom Kindergarten St. Antonius gestalteten Pferde im Rahmen der Herbstkirmes am Sonntag bei der Lohgerberei präsentiert.

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Der Nachwuchskünstler und Kindergarten-Mitarbeiterin Franziska Böckmann haben die passende Stelle für eine Blume gefunden.
Bild: Andreaswerk/Thiel

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Mit Pinseln, Fingern und ganz viel Farbe gingen die Kinder, hier mit Mitarbeiterin Franziska Böckmann, ans Werk.
Bild: Andreaswerk/Thiel


Inklusion richtig machen

Vechta - Wählen die Vechtaer am 20. Oktober ihren neuen Bürgermeister, werden auch zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen ihr Kreuz machen. Doch wie stehen die drei Kandidaten zu „barrierefreier Mobilität“ oder „Leichter Sprache“? Und welche Ideen haben sie selbst, um die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in Vechta weiter voranzubringen? Fragen wie diese beantworten Claus Dalinghaus, Kristian Kater und Heribert Mählmann auf Einladung des Andreaswerkes am 25. September (Mittwoch) in der Cafeteria des Vereins in der Landwehrstraße 7. Beginn der Veranstaltung mit dem Titel „Inklusion richtig machen?!  Diskussion  mit den Bürgermeisterkandidaten der Stadt Vechta “ ist um 19 Uhr.

 „Aktuelle Themen, wie die Mobilität im ländlichen Raum oder bezahlbares Wohnen, sind derzeit in aller Munde. Wir wollen diese Punkte am 25. September mit und aus der Sicht von Menschen mit  Beeinträchtigungen und ihren Angehörigen diskutieren“, erklärt Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, das Konzept. Als weitere potentielle Themen für den Abend nennt er die Barrierefreiheit in Vechta, Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Stadtverwaltung oder die Teilhabe am politischen Leben.  Die Zuschauer haben die Chance, während der Diskussionsrunde Fragen an die Kandidaten zu richten oder sich im Rahmen der anschließenden Tischgespräche persönlich mit ihnen auszutauschen.  „Bei Bedarf erhalten Menschen mit Beeinträchtigungen, die gerne eine Frage stellen möchten, Unterstützung“, verspricht Matthias Warnking. 

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Personen mit und ohne Beeinträchtigungen. Eine Verbindung zum Andreaswerk muss demnach nicht bestehen.


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