Stolz und Freudentränen bei der Zertifikatsübergabe
Neun Beschäftigte aus den Werkstätten des Andreaswerkes haben den Kurs „Alltagshelfer“ erfolgreich abgeschlossen. Die einjährige Qualifizierung eröffnet ihnen neue Perspektiven.
Ein Jahr lang hatten sie gemeinsam die Schulbank gedrückt, sich im Rahmen von Praktika und Projekttagen neuen Herausforderungen gestellt und sich als Team auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Kein Wunder also, dass bei der Zertifikatsübergabe des Kurses „Alltagshelfer“ die eine oder andere Freudenträne bei den Absolventinnen und Absolventen aus dem Andreaswerk floss. „Absolut gerechtfertigt“, bemerkte dazu Julia Hörnschemeyer von der Justus-von-Liebig-Schule, die die Teilnehmenden während der einjährigen Qualifizierung begleitet hatte. Sie sei gespannt, wo sie einigen von ihnen in Zukunft vielleicht wieder begegne, betonte die Lehrerin und ermunterte die neun Werkstattbeschäftigten dazu, ihren Zielen treu zu bleiben: „Haltet immer an dem fest, was ihr euch vorstellt“.
Und wie geht es nun weiter? Einige der frisch gebackenen Alltagshelferinnen und -helfer können sich gut vorstellen, erneut ein Praktikum zu absolvieren – dieses Mal auch in einer externen Einrichtung. Ein Schritt, der für manche von ihnen vor zwölf Monaten noch kaum vorstellbar gewesen wäre. „In diesem Kurs hat sich über das Lernen hinaus ganz viel entwickelt, nicht zuletzt das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden“, freuten sich Franziska Hellmann, Petra Naumann und Christian Tschapke vom Betrieblichen Berufsbildungsbereich sowie dem Fachdienst Qualifizierung und Vermittlung. Gemeinsam mit Christine Gaschemann, Geschäftsbereichsleiterin Werkstatt, waren sie sich bei der Feier am Werkstattstandort Sternbusch einig: Darauf können alle Beteiligten stolz sein.
Den Kurs „Alltagshelfer“ haben erfolgreich abgeschlossen: Beriwan Erden, Leon von Döllen, Janina Scholten, Jasmin Fischer, Celine Schweers, Ali Anar, Cornelia Weißmann, Finn Kuhlmann, Jana Meermann.
Zum Hintergrund:
Der im August 2025 gestartete Kurs war bereits der zweite Durchgang der gemeinsamen Qualifizierung des Andreaswerkes und der Justus-von-Liebig-Schule Vechta. Ziel der Fortbildung ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen auf unterstützende Tätigkeiten etwa in Senioreneinrichtungen, Krankenhäusern oder innerhalb des Andreaswerkes vorzubereiten. Im Rahmen ihrer Praktika waren die Teilnehmenden hierfür unter anderem in der Besonderen Betreuung der Werkstatt sowie in der Tagesstruktur für Senioren und der Seniorentagesstätte des Geschäftsbereichs Wohnen und Assistenz im Einsatz. Als externe Praxispartner ermöglichten dieses Mal das Krankenhaus Damme und das St. Hedwig-Stift Vechta Einblicke in den Arbeitsalltag weiterer Einrichtungen im sozialen und pflegerischen Bereich.