Interview: Über Wege, Wandel und Schokolade
Drei Einrichtungen, drei Leiterinnen und ein gemeinsames Jubiläum: Stephanie Schröder, Hanna Mönnich und Annemarie Steinhaus kennen die Schemder Bergmark aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Interview sprechen sie über ihre Arbeit und das Miteinander am Standort – und blicken zurück auf die vergangenen Jahre.
Worauf freuen Sie sich beim Jubiläumsfest am meisten?
Annemarie Steinhaus: Am meisten freue ich mich darauf, beim Jubiläumsfest am 27. September mit den Familien zusammenzukommen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen.
Wo waren Sie eigentlich vor 25 Jahren?
Hanna Mönnich: Vor 25 Jahren war ich selbst noch im Kindergarten und habe den Kindergartenalltag aus der kindlichen Perspektive erleben dürfen.
Was ist in der Arbeit mit Kindern und Familien heute noch genauso wichtig wie vor 25 Jahren – und welche Entwicklung begrüßen Sie besonders?
Stephanie Schröder: Auch wenn sich die Lebenswelten der Familien und damit die pädagogische Arbeit in den vergangenen 25 Jahren stetig verändert haben, bleiben einige Dinge genauso wichtig wie damals – wenn nicht sogar wichtiger. Dazu gehören zeitlose Werte wie Beziehung, Vertrauen, Wertschätzung und Respekt. Kinder brauchen Menschen, die ihnen Sicherheit geben, an sie glauben, ihnen zuhören und ihnen zutrauen, ihren eigenen Weg zu gehen. Freude und Humor sind für mich ebenso wichtige Begleiter.
Annemarie Steinhaus: Ich begrüße besonders, dass Vielfalt und die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes heute noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Inklusion wird bei uns am Standort schon lange gelebt – umso schöner ist es zu sehen, dass dieser Gedanke auch gesellschaftlich immer selbstverständlicher wird. Kinder dürfen unterschiedlich sein, ihre eigenen Stärken mitbringen und voneinander lernen.
Drei Einrichtungen, ein Standort: Welche Vorteile entstehen dadurch für Kinder und Familien?
Annemarie Steinhaus: Der Campusgedanke schafft viele Vorteile für Kinder und Familien. Durch die kurzen Wege zwischen den Einrichtungen ist ein unkomplizierter Austausch zwischen den verschiedenen Fachkräften möglich. Auch Übergänge können eng begleitet und gestaltet werden, beispielsweise von der Frühförderung in den Heilpädagogischen Kindergarten oder in den Sprachheilkindergarten. So entsteht eine gute Vernetzung, von der Kinder, Familien und Fachkräfte gleichermaßen profitieren.
Hanna Mönnich: Ich sehe unseren Standort als Vorreiter. Wir bieten Betreuung und Förderung für alle. Dieses Angebot hat sich über die Jahre stetig erweitert und weiterentwickelt. Darauf bin ich sehr stolz und allen Kolleginnen und Kollegen dankbar, die diese Entwicklung in den vergangenen 25 Jahren ermöglicht haben.
Was können Erwachsene von Kindern lernen?
Stephanie Schröder: Von Kindern können wir vieles lernen. Sie sind häufig viel besser darin, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, neugierig zu bleiben, im Moment zu leben, Fehler zu machen und zu verzeihen. Vor allem aber können wir von Kindern lernen, wieder mehr Zeit zu haben – statt immer nur Zeit zu sparen.
Gibt es etwas an der Schemder Bergmark, das Außenstehende vielleicht gar nicht wissen?
Stephanie Schröder: Was Außenstehende vielleicht nicht wissen, unsere Küchenfee Heike aber ganz sicher weiß: Kaffee und Schokolade sind bei uns Grundnahrungsmittel.
Was wünschen Sie dem Standort für die nächsten 25 Jahre?
Hanna Mönnich: Weiterhin WIR! Gemeinsam für Kinder und Familien zusammenarbeiten, den Standort stetig weiterentwickeln, unsere Arbeit nach außen tragen und eine sichere Anlaufstelle für Familien sein.
Zeit zum Begegnen, Entdecken und Genießen ist am Sonntag, 27. September, von 11:00 bis 17:00 Uhr rund um die drei Einrichtungen an der Schemder Bergmark 2, 2a und 2b in Steinfeld. Um 14:00 Uhr heißt Matthias Warnking, Vorstandsvorsitzender des Andreaswerkes, die Gäste offiziell willkommen. Im Anschluss steht eine Vorführung der Kinder aus “St. Felicitas” und “St. Jakobus” auf dem Programm. Eingeladen sind ausdrücklich alle, die vorbeikommen und mitfeiern möchten.