Eine Botschafterin für das Andreaswerk

Nach 25 Jahren hat Gertrud Lobschat die Leitung des „Fröhlichen Reigens” abgegeben. Bei einem gemeinsamen Frühstück blickten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf ihr langjähriges Wirken zurück.

Im März 2001 hatte Gertrud Lobschat die Leitung der Tanzgruppe des Andreaswerkes übernommen. Fast genau 25 Jahre später verabschiedete sie sich bei einem Frühstück in der Manufaktur Vechta aus dieser Aufgabe. Ebenfalls unter den Gästen: Karin Linden und Ingrid Schnittger von „De Spieker – Heimatbund für niederdeutsche Kultur”. Im Namen des Vereins aus Oldenburg zeichneten sie Gertrud Lobschat mit der Ehrennadel in Silber aus und würdigten damit ihre Verdienste um die niederdeutsche Kultur, insbesondere den Volkstanz.

Als sich die ursprüngliche Leiterin des "Fröhlichen Reigens", Agnes Arlinghaus, 2001 zurückzog, kam der damalige Werkstattleiter Bernard Dalinghaus auf die Idee, die ihm bekannte Gertrud Lobschat an Bord zu holen. Sein Ziel: Die Zukunft der 1981 gegründeten Tanzgruppe auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. „Sie hat die Gruppe gut gesichert und fachlich versiert fortgeführt”, schaute er im Rahmen der Verabschiedung zurück.

Rund 20 Tänze gehören heute zum Repertoire des „Fröhlichen Reigens”, mehr als 100 Schritte haben die derzeit zwölf Tänzerinnen und Tänzer im Kopf. Ihr Können zeigten sie in den vergangenen Jahren unter anderem auf dem Historischen Markt in Bad Essen, dem Wohltätigkeitsturnier des FC Varnhorn oder auf verschiedenen Festen im Landkreis Vechta. „Ihr wart immer sehr gern gesehene Gäste und Akteure”, beschrieb Robert Blömer, Abteilungsleiter der Werkstatt am Standort Landwehrstraße, die positive Außenwirkung der Truppe. Ein Gedanke, den auch Matthias Warnking in seiner Rede aufgriff. Gertrud Lobschat sei eine „Botschafterin für das Andreaswerk” gewesen, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Vereins. Beide Redner hoben zugleich das harmonische Miteinander innerhalb der Gruppe hervor: Jede und jeder habe mitmachen dürfen, hieß es dazu.

Auch Gertrud Lobschat selbst zeigte sich mit Blick auf die vergangenen 25 Jahre dankbar. Dafür, dass Bernard Dalinghaus sie 2001 „aufgelesen” habe – und für das, was sie in dieser Zeit gelernt habe. An ihre Tanzgruppe gerichtet sagte die scheidende Leiterin: „Ich werde euch alle vermissen!” Deren Mitgliedern fiel der Abschied ebenfalls sichtlich schwer. „Es ist schade, dass du uns verlässt”, las eine der Tänzerinnen aus einem gemeinsam verfassten Brief vor. „Wir hatten eine schöne Zeit mit dir.”

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