Der Mythos Galen und die Euthanasie-Verbrechen

Dr. habil Ingo Harms hält am 31. August einen Vortrag zum Thema "Bischof von Galens Widerstand gegen die Euthanasie-Verbrechen – eine kritische Würdigung". Beginn ist um 18:00 Uhr in der Scheune bei der Gedenkstätte für die Menschenwürde.

Als dem Münsteraner Bischof Clemens August von Galen zu Ohren kam, dass Tausende Menschen aus Heimen und Anstalten des Deutschen Reiches abtransportiert, vergast und eingeäschert wurden, ergriff er die Initiative. Er mobilisierte seine katholischen und evangelischen Amtsbrüder, setzte sich über Zögerlichkeiten und Bedenken hinweg und predigte am 3. August 1941 öffentlich gegen die Euthanasie-Verbrechen. Welche Folgen hatte sein Handeln? Und in welchem Zusammenhang steht es mit dem jahrzehntelangen Vergessen der Verbrechen und ihrer Opfer? Diesen Fragen geht der Historiker Dr. habil. Ingo Harms am Montag, 31. August 2026, in seinem Vortrag „Bischof von Galens Widerstand gegen die Euthanasie-Verbrechen – eine kritische Würdigung“ nach.

Das Andreaswerk lädt anlässlich des 80. Todestages von Kardinal Clemens August Graf von Galen zu der Veranstaltung ein, die am Vorabend des Gedenktages für die Opfer der NS-„Euthanasie“ stattfindet. Beginn ist um 18:00 Uhr in der Scheune an der Gedenkstätte für die Menschenwürde (Landwehrstraße 14) in Vechta. Der Eintritt ist frei. Gäste können die Parkplätze des Andreaswerkes in der Landwehrstraße nutzen. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Austausch.

Zur Person: Dr. habil. Ingo Harms beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte der NS-Medizin und Psychiatrie. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erforschung der nationalsozialistischen Krankenmorde und ihrer Folgen. Zudem ist er Mitglied der Projektgruppe für die Gedenkstätte für die Menschenwürde und Mitautor des projektbegleitenden Buches.

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