Gut vorbereitet in das Teilhabe- und Gesamtplanverfahren

Lohne - Die Personenzentrierung, also die Orientierung am Menschen mit Beeinträchtigungen und seinen Lebensvorstellungen und Wünschen, kommt im Bundesteilhabegesetz eine zentrale Rolle zu. Dazu gehört auch, dass die Betroffenen als „Experten in eigener Sache“ künftig an jedem Verfahrensschritt zur Ermittlung des Bedarfs und der Gewährung von Leistungen beteiligt werden. Doch welche Möglichkeiten haben Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen und Betreuer, sich auf die anstehenden Teilhabeplanverfahren und beziehungsweise oder Gesamtplanverfahren vorzubereiten? Und an wen können sie sich im Landkreis Vechta wenden, wenn sie im Vorfeld der Antragsstellung Informationen oder Unterstützung benötigen?

Antworten darauf geben am 7. Mai (Dienstag) Kerstin Themann, stellvertretende Amtsleiterin des Amtes für Bildung, Soziales und Integration des Landkreises Vechta, sowie Nicole Nordlohne, Referentin für Behindertenhilfe, Sucht und Psychiatrie im Landes-Caritasverband für Oldenburg. Der Informationsabend findet im Saal des Gasthauses Römann, Marktstraße 27 in Lohne statt. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Als Mitinitiatorin der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) für die Landkreise Cloppenburg und Vechta informiert Nicole Nordlohne an diesem Abend über die Arbeit der 2018 eingeführten niedrigschwelligen Beratungsstellen. Dabei geht sie auch auf die so genannte „Peer-Beratung“ ein, bei der Menschen mit Beeinträchtigungen selbst beratend tätig werden. Referentin Kerstin Themann führt in ihrem Vortrag unter anderem in die neuen Verfahrensregelungen sowie die Beratungspflichten der Rehabilitationsträger ein und erklärt, was unter einer „Ansprechstelle“ zu verstehen ist.

Mit dem kommenden Informationsabend endet die Reihe, die 2017 von den Angehörigen- und Betreuerbeiräten im Andreaswerk mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, über wichtige Aspekte und Auswirkungen des BTHG zu informieren. Auch zu der nun vierten und letzten Veranstaltung am 7. Mai sind ausdrücklich alle Interessierten eingeladen – unabhängig davon, ob sie die Dienste und Hilfen des Andreaswerkes in Anspruch nehmen oder nicht. Der Eintritt beträgt 3 Euro pro Person.