Entwicklung vor Ort ist sehr positiv verlaufen

Steinfeld - Die Frage, ob Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam betreut werden können, ist für Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten des Andreaswerkes, „pädagogisch längst beantwortet“. „Das funktioniert hervorragend“, betont er auch mit Blick auf die derzeit gut 540 Ein- bis Sechsjährigen mit und ohne besonderen Förderbedarf, die eine Krippe, einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte des Andreaswerkes besuchen. Allein am Standort „Schemder Bergmark“ in Steinfeld hält der Verein aktuell rund 120 Plätze in den Einrichtungen „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Jakobus“ sowie „Sprachheilkindergarten und Kindertagesstätte St. Felicitas“ vor. Und: „Der Bedarf ist da“, wie der Fachbereichsleiter jetzt im Rahmen eines Rundgangs mit dem neuen Ersten Gemeinderat Oliver Netzband sowie Gemeindemitarbeiterin Christina Böckenstette unterstrich.

Für Netzband, der sein Amt seit Herbst 2018 innehat, war es der erste Besuch in den insgesamt vier Häusern des Andreaswerkes in Steinfeld – darunter die Kindergärten, die benachbarte Frühförderung sowie die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Ihm sei wichtig, in der Gemeinde ansässige Einrichtungen wie die des Andreaswerkes auch persönlich kennenzulernen, so der Diplom-Verwaltungswirt. Begleitet wurden er und Christina Böckenstette dabei von Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, Fachbereichsleiter Siegfried Böckmann, Abteilungsleiterinnen Monika Hackmann, Stephanie Schröder und Ute Schaarschmidt sowie WfbM-Mitarbeiterin Lea Dyckmanns.

Bereits 1993 ging mit der Frühförderung die erste Einrichtung des Andreaswerkes in Steinfeld an den Start. Gut 100 Förderplätze für Kinder von 0 Jahren bis zur Einschulung stehen dort inzwischen zur Verfügung. „Auffälligkeiten können in verschiedenen Bereichen der Entwicklung auftreten, wie der Sprache oder der Motorik. Entsprechend groß ist die Bandbreite an Kindern, die bei uns gefördert werden“, berichtete in diesem Zusammenhang Abteilungsleiterin Ute Schaarschmidt. Die Nähe der Frühförderung und der beiden Kindergärten zueinander sehen sie, Monika Hackmann, Abteilungsleiterin St. Jakobus, und Stephanie Schröder, Abteilungsleiterin St. Felicitas, dabei als besonderen Vorteil des Standortes. „So können nicht nur die Einrichtungen Hand in Hand arbeiten. Auch die Eltern profitieren von den kurzen Wegen“, erklärte Stephanie Schröder.

Eine weitere Besonderheit in Steinfeld: Nur in der hiesigen Werkstatt an der Handorfer Straße betreibt das Andreaswerk eine eigene Bäckerei – inklusive Herstellung veganer Kekse. 2009 in Betrieb genommen und 2017 zuletzt erweitert, ist die WfbM in Steinfeld mit ihren zirka 150 Beschäftigten mit Beeinträchtigungen heute zahlenmäßig die zweitgrößte Werkstatt des Andreaswerkes nach Vechta. „In allen Bereichen ist die Entwicklung vor Ort sehr positiv verlaufen – auch und gerade wegen der traditionell guten Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde“, stellte Matthias Warnking gegenüber seinen Gästen fest. Umso mehr freue er sich über das Interesse des neuen Ersten Gemeinderates an der Arbeit des Andreaswerkes und hoffe, diesen bald wieder in den Räumlichkeiten des Vereins begrüßen zu dürfen.


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V.l.n.r.: Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten, Ute Schaarschmidt, Abteilungsleiterin Frühförderung Steinfeld, Stephanie Schröder, Abteilungsleiterin Sprachheilkindergarten und Kindertagesstätte St. Felicitas, Oliver Netzband, Erster Gemeinderat, Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, Christina Böckenstette, zuständig für Krippen, Kindergärten und Schulwesen bei der Gemeinde Steinfeld, sowie Monika Hackmann, Abteilungsleiterin Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Jakobus, bei ihrem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Einrichtung „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Jakobus“.