Studienprojekt bringt SAM und RASTA zusammen

Vechta - Die Erfolge von RASTA Vechta sind in der Kreisstadt ein beliebtes Gesprächsthema – so auch in der Kontakt- und Begegnungsstätte SAM des Andreaswerkes. Entsprechend gut kam hier die Idee von Hannah Pakulat an, die beiden Vereine im Rahmen ihres Studienprojektes „Gemeinsam Sport machen" zusammenzubringen und ein Basketballtraining für und mit Menschen mit Beeinträchtigungen durchzuführen. „Alle 15 Teilnehmer aus dem SAM haben sich von Anfang an super eingebracht und wollten am liebsten gar keine Pausen einlegen", schwärmte die Studentin der Uni Vechta, die selbst seit Jahren aktiv in der Basketball-Bundesliga spielt, im Anschluss.

Und wie haben die Nachwuchsbasketballer die beiden Trainingseinheiten im RASTA Gym an der Pariser Straße erlebt? Anstrengend sei es hier und da schon gewesen, habe aber auch viel Spaß gemacht, lautete das Fazit aus den Reihen der Teilnehmer. Das Beste kam für viele von ihnen allerdings zum Schluss: das inklusive Freundschaftsturnier mit 16 Spielern aus den U16- und U18-Mannschaften sowie der 2. Herrenmannschaft von RASTA Vechta.

Ulrich kleine Stüve, Abteilungsleiter Offene Dienste im Andreaswerk und damit unter anderem zuständig für die Begegnungsstätte SAM, bedankte sich nach dem Turnier bei RASTA Vechta und Hannah Pakulat für ihren Einsatz. „Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wurde", betonte er. Mit Projekten wie diesem, so der Abteilungsleiter weiter, würden wichtige Zeichen für mehr Inklusion gesetzt – im Sport und darüber hinaus.

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Alle Teilnehmer aus dem SAM und von RASTA Vechta erhielten von Initiatorin Hannah Pakulat (4. v. re.) eine Urkunde.

Bild: Andreaswerk/Thiel


Spezielle Röstung macht den Unterschied

Rieste/Vechta -
Geht es um des Deutschen liebstes Getränk, hat Wilfried Kruse-Bartels, Mitarbeiter Arbeitsvorbereitung im Andreaswerk, hohe Ansprüche. Bio muss der Kaffee sein, gut bekömmlich und natürlich fair gehandelt. Klar, dass das auch für den neuen Andreaswerk-Kaffee gelten sollte. Erhältlich ist dieser, wahlweise gemahlen oder in ganzen Bohnen, nun in den drei Sorten Filterkaffee, Café Crème sowie Espresso. Aber wie kam es eigentlich dazu?

Die Überlegung, einen eigenen Andreaswerk-Kaffee auf den Markt zu bringen, hatte Kruse-Bartels zufolge bereits länger im Raum gestanden. „Wir wurden immer mal wieder von Kunden, aber auch Einzelhändlern angesprochen, ob es nicht ein Ergänzungsprodukt zu den Keksen aus unserer Bäckerei in Steinfeld gebe“, erinnert er sich an die Initialzündung.

An Fahrt nahm das Projekt auf, als Marvin Hassel, ein Beschäftigter aus der Werkstatt für behinderte Menschen, zum Team stieß. „Er war quasi der kreative Faktor, der uns noch fehlte. Mit seinen Vorschlägen zu einem Logo und anderen Materialien konnten wir endlich den nächsten Schritt gehen und uns gemeinsam mit der Firma Joliente an die Umsetzung machen“, sagt Kruse-Bartels.

Neu ist die Zusammenarbeit mit der Rösterei aus dem Niedersachsenpark in Rieste nicht. Immerhin liefert diese schon seit geraumer Zeit den Kaffee für die Manufaktur des Andreaswerkes. „Wem der Kaffee dort schmeckt, hat künftig die Möglichkeit, ein Päckchen mit nach Hause zu nehmen“, freut sich Stephan Lochner von der Firma Joliente, in deren Rösterei das Andreaswerk inzwischen auch einen Außenarbeitsplatz eingerichtet hat. Regelmäßig kommt nun Manufaktur-Beschäftigter Thomas Schwingel in die Lingener Straße, um die Kaffeepakete mit den nötigen Etiketten zu versehen und auf den Weg zu bringen.

Und wie sieht es mit dem Inhalt aus? „Vor allem steckt hier ganz viel Mexiko und Peru drin“, verrät Stephan Lochner schmunzelnd. Zugleich sei die Röstung sehr schonend, wodurch der Kaffee einen sehr geringen Säureanteil und weniger Bitterstoffe enthalte und besonders bekömmlich sei. „Bei uns werden die Bohnen, je nach Sorte, bis zu zwanzig Minuten und bei rund 225 Grad geröstet – und damit deutlich länger und bei niedrigeren Temperaturen als in der Industrie“, macht er den Unterschied zum Industriekaffee aus dem Supermarkt deutlich.

Wer den Andreaswerk-Kaffee selbst probieren möchte, findet ihn im Café am Campus, Feldmannskamp 1 in Vechta, in der Wäscherei & Heißmangel, Am Sternbusch 3 in Vechta und Handorfer Straße 99 in Steinfeld, in der Manufaktur, Große Straße 41 in Vechta, oder im ausgewählten Einzelhandel.

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Wilfried Kruse-Bartels (von oben), Thomas Schwingel,
Anke Franzke ausder Manufaktur und Marvin Hassel im
Café der Rösterei.


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Stephan Lochner zeigt Manufaktur-Mitarbeiterin Anke Franzke, wie Kaffeebohnen geröstet werden.

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Wilfried Kruse-Bartels und Thomas Schwingel präsentieren den neuen Andreaswerk-Kaffee.

Alle Fotos: Thiel/Andreaswerk





















Programm richtet sich an Groß und Klein

Visbek - Bastelangebote soll es geben, eine Zaubervorstellung, Luftballontiere und natürlich ein Kuchenbüfett: Die Mitarbeiter und Kinder der Einrichtung „Heilpädagogischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Franziskus Visbek“ haben für ihren Tag der offenen Tür einiges vor. Zuletzt hatte die Einrichtung im März 2018 ihre Türen für Interessierte geöffnet – im Rahmen des Benefizturniers des FC Varnhorn. „Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Haus allerdings noch im Bau“, erzählt Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Kindergarten des Andreaswerkes.

Inzwischen sind die Räumlichkeiten an der Overbergstraße komplett eingerichtet und – seit gut einem halben Jahr – auch in Betrieb. Die nun anstehende offizielle Einweihung wollen Siegfried Böckmann und Abteilungsleiterin Sabrina Sperling daher zum Anlass nehmen, erneut Groß und Klein, Visbeker und Auswärtige einzuladen. „Wir freuen uns über bekannte Gesichter ebenso wie über Menschen, die uns zum ersten Mal besuchen und uns und unsere Arbeit kennenlernen möchten“, betont Sabrina Sperling. Der Tag der offenen Tür beginnt am 5. Mai (Sonntag) um 11:00 Uhr und endet gegen 17:00 Uhr.

„Gemeinsam bunt“ ist die rund sechsstündige Veranstaltung überschrieben. Was dahintersteckt, erklärt die Abteilungsleiterin genauer: „Wir verstehen uns als ein Ort der Begegnung, der große und kleine Kinder, Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf sowie unterschiedlicher Herkunft unter einem Dach zusammenbringt. Dazu kommen die Wohnungen im Obergeschoss und die verschiedenen Menschen, die dort leben. Diese Vielfalt wollten wir mit unserem Motto zum Ausdruck bringen."

Möglichst bunt soll aber auch das Programm an diesem Tag sein. So können Kinder unter anderem Holzarmbänder oder Buttons basteln und sich schminken lassen. Erwachsene Besucher haben derweil die Möglichkeit, die Räume der Einrichtung zu besichtigen sowie sich über die dortige Arbeit zu informieren. Und: An einem Verkaufsstand bieten Eltern und Mitarbeiter verschiedene Artikel, wie Insektenhotels oder Karten, an.

„Selbstverständlich haben wir auch eine Auswahl an Essen und Kaltgetränken vor Ort“, verrät Sabrina Sperling. Besonders freue sie sich über die Zusage des Reibekuchenstandes des Andreaswerkes, den viele Menschen aus der Region bereits vom Thomasmarkt kennen. Den gesamten Tag über steht außerdem ein Hot Dog-Stand bereit, ab 14 Uhr zusätzlich das Kuchenbüfett.


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V.l.n.r.: Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Kindergarten, Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, und Sabrina Sperling, Abteilungsleiterin St. Franziskus Visbek, freuen sich auf viele Besucher.



Bürgerstiftung Vechta finanziert WLAN-Zugang

Vechta
- Als Kommunikations- und Informationsmedium kommt dem Internet in unserer heutigen Gesellschaft – und damit auch beim Thema Teilhabe - eine Schlüsselrolle zu. Geht es um die Schaffung der baulich-technischen Voraussetzungen für Internetempfang in Wohnstätten der Behindertenhilfe, zeigen sich jedoch nach wie vor Lücken. Denn nicht überall werden die entstehenden Kosten durch die Träger der Eingliederungshilfe refinanziert. Entsprechend groß war die Freude im Andreaswerk, als die Bürgerstiftung Vechta 2018 finanzielle Unterstützung für die Einrichtung eines WLAN-Zuganges in der Betreuten Wohngruppe Große Straße zusicherte.


Insgesamt 13 Menschen mit Beeinträchtigungen leben dort aktuell auf zwei Etagen. Und: Jeder von ihnen nutze den inzwischen vorhandenen WLAN-Zugang sehr individuell, so Hausleiterin Helga Geerken. Wie diese Nutzung im Wohngruppenalltag konkret aussieht und welche technischen Geräte dabei bevorzugt zum Einsatz kommen, darüber informierten sich jetzt Martina Jasnoch und Silke Suding aus dem Vorstand der Bürgerstiftung Vechta vor Ort.

Es sei toll zu sehen und zu spüren, wie viel Spaß die Bewohner mit dem neuen WLAN-Zugang hätten, betonte Martina Jasnoch im Rahmen des Besuches. Zugleich wiesen sie und ihre Vorstandskollegin darauf hin, dass sich Vereine wie das Andreaswerk sowie weitere Einrichtungen und Personen aus der Kreisstadt auch in Zukunft „jederzeit mit einer Idee bei der Bürgerstiftung melden“ könnten. „Wir freuen uns immer, gute Projekte in der Stadt Vechta zu fördern“, erläuterte Silke Suding in diesem Zusammenhang.

Gut vorbereitet in das Teilhabe- und Gesamtplanverfahren

Lohne - Die Personenzentrierung, also die Orientierung am Menschen mit Beeinträchtigungen und seinen Lebensvorstellungen und Wünschen, kommt im Bundesteilhabegesetz eine zentrale Rolle zu. Dazu gehört auch, dass die Betroffenen als „Experten in eigener Sache“ künftig an jedem Verfahrensschritt zur Ermittlung des Bedarfs und der Gewährung von Leistungen beteiligt werden. Doch welche Möglichkeiten haben Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen und Betreuer, sich auf die anstehenden Teilhabeplanverfahren und beziehungsweise oder Gesamtplanverfahren vorzubereiten? Und an wen können sie sich im Landkreis Vechta wenden, wenn sie im Vorfeld der Antragsstellung Informationen oder Unterstützung benötigen?

Antworten darauf geben am 7. Mai (Dienstag) Kerstin Themann, stellvertretende Amtsleiterin des Amtes für Bildung, Soziales und Integration des Landkreises Vechta, sowie Nicole Nordlohne, Referentin für Behindertenhilfe, Sucht und Psychiatrie im Landes-Caritasverband für Oldenburg. Der Informationsabend findet im Saal des Gasthauses Römann, Marktstraße 27 in Lohne statt. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Als Mitinitiatorin der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) für die Landkreise Cloppenburg und Vechta informiert Nicole Nordlohne an diesem Abend über die Arbeit der 2018 eingeführten niedrigschwelligen Beratungsstellen. Dabei geht sie auch auf die so genannte „Peer-Beratung“ ein, bei der Menschen mit Beeinträchtigungen selbst beratend tätig werden. Referentin Kerstin Themann führt in ihrem Vortrag unter anderem in die neuen Verfahrensregelungen sowie die Beratungspflichten der Rehabilitationsträger ein und erklärt, was unter einer „Ansprechstelle“ zu verstehen ist.

Mit dem kommenden Informationsabend endet die Reihe, die 2017 von den Angehörigen- und Betreuerbeiräten im Andreaswerk mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, über wichtige Aspekte und Auswirkungen des BTHG zu informieren. Auch zu der nun vierten und letzten Veranstaltung am 7. Mai sind ausdrücklich alle Interessierten eingeladen – unabhängig davon, ob sie die Dienste und Hilfen des Andreaswerkes in Anspruch nehmen oder nicht. Der Eintritt beträgt 3 Euro pro Person.