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Zahnputz-Aktion im Kindergarten „St. Nepomuk“

Vechta - Wie können Kinder motiviert werden, sich ihre Zähne zu putzen? Eine berechtigte Frage, die vor allem Eltern und Pädagogen immer wieder auf das Neue beschäftigt. Die Erfahrungen zeigen nämlich, dass Kinder wahre Künstler darin sein können, die Zahnpflege zu umgehen. Das Interesse für die Themen Zahngesundheit und Ernährungsgewohnheiten werden dem Kind nicht zwangsläufig mit in die Wiege gelegt. Also müssen Wege gefunden werden, um den Kindern Zugang zu den Inhalten zu verschaffen.
In der Regel fällt den Eltern diese Aufgabe hauptverantwortlich zu. Die Herausforderung besteht darin, die Freude am Zähneputzen und natürlich auch die Einsicht dazu zu wecken. Das erfordert häufig Geduld und Engagement. Ein frühes und vor allem zwangloses Heranführen an das tägliche Zähneputzen soll Machtkämpfe möglichst verhindern.
Genau hier setzt Petra Wieferich vom Gesundheitsamt in Vechta an. Sie besucht unseren Kindergarten einmal im Jahr und ist inzwischen schon eine „gute Bekannte des Hauses“.
Die Inhalte, die von ihr vermittelt werden, sind auf den Entwicklungsstand der Kinder abgestimmt und werden zum Mitmachen veranschaulicht. Der Kindergarten bietet zudem den Vorteil, dass die besonderen Vorzüge von Lernprozessen in der Gruppe genutzt werden können. Etwas gemeinsam zu tun, ist für viele Kinder interessanter und erlebnisreicher.
Die Prophylaxehelferin kommt auch nicht alleine zu den Kindern. Sie bringt ihre Freundin, die Handpuppe „Jule“ mit. Über Jule nimmt Petra Wieferich zu den Kindern Kontakt auf. Sie vermittelt spielerisch die richtige Zahnputztechnik, die Aufgaben der Zähne und die zahngesunde Ernährung. Innerhalb kürzester Zeit wird das Badezimmer zum wichtigsten Aufenthaltsort im Kindergarten. Hier wird erzählt, vor- und nachgemacht, zugehört und viele Erfahrungen gesammelt.
Eine kleine Überraschung hält Petra Wieferich ebenfalls bereit: sie verschenkt an die kleinen Zuhörer Zahnpflegesets. Die Kinder haben die Möglichkeit, unter entsprechender Anleitung selbst aktiv zu werden und ihre Zähne zu putzen. Die anschließende Erfahrung zeigt: Zähne putzen kann doch Spaß machen.
Sonja Kohlem
Abteilungsleiterin
Heilpädagogischer Kindergarten St. Nepomuk
Waldtage im Heilpädagogischen Kindergarten Visbek

Visbek – ,,Mit Kindern in den Wald" unter diesem Motto haben sich die Kinder des Heilpädagogischen Kindergartens Visbek, Eltern und Mitarbeiter gemeinsam auf den Weg in ein Waldstück bei Endel gemacht. An einem Samstagnachmittag trafen sich alle am Kindergarten in Visbek. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde machte sich die Gruppe auf den Weg. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten die Eltern mit ihren Kindern gut gelaunt in den Wald. Mit „Hier geht’s lang!“ liefen die Kinder munter vor der großen Elterngruppe her. Denn ihnen war der Wald schon gut bekannt. Seit einigen Wochen hatten sie innerhalb des Projektes „Waldtage“ das Waldstück genau erkundet. Mit Frühstück im Gepäck hatten sie zuvor wöchentliche Ausflüge unternommen, um den Wald als Lebens- und Erfahrungsraum zu erkunden und kennen zu lernen. Der Wald bietet viele Erfahrungsmöglichkeiten: Neben der angrenzenden Aue gibt es kleine hügelige Waldwege zum Überwinden und einen Picknickplatz mit Sitzmöglichkeiten. Stolz zeigten die Kinder den Eltern schließlich „ihren Wald“. Gemeinsam warfen sie Steine in den Bach und balancierten über eine kleine Holzbrücke. Nebenbei liefen die Vorbereitungen zum großen Picknick. Zu reichlich selbstgebackenen Kuchen der Eltern gab es Kaffee und Saft für alle. Mit Kindergartenliedern wurde der schöne Ausflug beendet.
Julia Blömer Erzieherin Heilpädagogischer Kindergarten Visbek
Wenn der Kasper kommt …
Steinfeld - In der Integrationsgruppe des Heilpädagogischen Kindergartens Steinfeld spielen die Kinder häufig das fantastisch-realistische Puppenspiel, das sowohl aus fantastischen als auch realistischen Figuren besteht. Zwischen Hexe, Polizist, Räuber und Großmutter ist der Kasper ohne Zweifel eine der wichtigsten Figuren des Puppenspiels. Er ist das Symbol für Lebensfreude und natürliche Neugierde. Scheinbar naiv, ist er in Wirklichkeit scharfsichtig und witzig. Der Kasper sieht Schwächen und Boshaftigkeiten bei anderen und stellt sie auf vermeintlich ahnungslos-naive Weise bloß – aber niemals verletzend.
Eine Bühne wird oft ganz unkompliziert gemeinsam mit den Kindern gebaut: Es wird einfach eine Decke über ein gespanntes Seil gehängt. Die Theaterstücke werden nicht einstudiert, sondern von den Kindern einfallsreich und kindlich gestaltet.
Puppenspiel ermöglicht Kindern, Erlebtes aus dem Alltag nachzuspielen. Auf diese Weise bietet es ein Übungsfeld für soziales Lernen und Möglichkeiten, Konflikte zu be- und verarbeiten. Puppen sind bei den Kindern sehr beliebt. Sie geben ihnen die Gelegenheit, ihre Fragen und Sorgen in Ruhe und ohne Widerspruch spielend auszutragen. Man kann Puppen beschimpfen oder ihnen Geheimnisse anvertrauen.
Den Kindern macht es großen Spaß, wenn Erwachsene sich an diesem Spiel beteiligen. Kinder lieben es, wenn die „Großen“ kleine Geschichten erzählen, viele Fragen stellen, in Reimen sprechen oder einfache Witze erzählen und so das Puppenspiel unterstützen.
Kinder, denen das Sprechen schwer fällt, lassen sich durch die Figuren animieren, in deren Rolle zu sprechen.
Am spannendsten wirkt das Puppentheater auf die kleinen Zuschauer: Mit großen Augen und offenen Mündern verfolgen sie fasziniert das Geschehen auf der Bühne. Großmutter, Kasper, Räuber und Co laden die Kinder aber auch zum Lachen, Singen und Mitmachen ein!
Iris Pulsfort Erzieherin Integrationsgruppe Heilpädagogischer Kindergarten Steinfeld
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