|
Nachrichten rund ums Andreaswerk
Teil haben - Teil sein. 40 Jahre Andreaswerk.
Gut besuchter Tag der offenen Tür in der integrative Andreaskrippe am Sonntag, 7. März
Vechta (8.3.10) - Zu einem Tag der offenen Tür hat am Sonntag, 7. März, von 11 bis 18 Uhr die Andreaskrippe, Klemensstraße 36, eingeladen. Viele Informationen rund um die integrative Krippe im Landkreis Vechta und den Fachbereich Kindergarten des Andreaswerkes, ein Stand der Andreas-Stiftung und die Präsentation des Familienbüros Vechta bildeten den inhaltlichen Rahmen dieses Tages. Die Andreaskrippe bietet zwei Gruppen á 15 Kindern Platz. In den großzügigen, hellen Räumen werden Kinder mit und ohne Behinderung unter drei Jahren betreut. Das Angebot soll Kindern aus der Stadt Vechta mit ihren unterschiedlichen individuellen und familiären Hintergründen gerecht werden. Das Andreaswerk wird außerdem an einem Modellvorhaben des Landes Niedersachsen zur gemeinsamen Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung im Alter von unter drei Jahren teilnehmen. Das Vorhaben umfasst landesweit 185 Plätze. Unter wissenschaftlicher Begleitung soll evaluiert werden, wie eine integrative Betreuung in Krippen am besten ermöglicht werden kann. Das Besondere an der Andreaskrippe ist ihr integratives Konzept, das von der Stadt Vechta unterstützt wird. Die Stadt Vechta hat den Umbau des Hauses, das am 7. März offiziell den Namen „Dr.-Hermann-Wegmann-Haus“ erhält, mitfinanziert. Sie trug aus dem Förderprogramm für den Krippenausbau die Umbaukosten in Höhe von rund 110.000 € sowie die Einrichtungskosten in Höhe von rund 45.000 €. Außerdem finanziert sie die laufenden jährlichen Betriebskosten, die nach Abzug der Elternbeiträge und dem Zuschuss des Landes zu den Personalkosten verbleiben. Parallel zur integrativen Krippe möchte das Andreaswerk, im Dr.-Hermann-Wegmann-Haus auch ein Angebot der betrieblichen Kindertagesbetreuung einrichten. Betriebe und Einrichtungen, die an einer Beteiligung interessiert sind, können sich mit Matthias Warnking, Tel. 04441 960-203 in Verbindung setzen.
Sozialministerin löst Versprechen ein - Gespräche mit Budgetnehmern im Andreaswerk
 Von links: Schulhelfer und Budgetnehmer Mark Medzech, Realschuldirektor Werner Fangmann, Geschäftsführer Otto Rauert und Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann
Vechta (05.02.10) - Mit einem Besuch beim Andreaswerk und der Realschule Lohne am Mittwoch, 3. Februar, hat die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann ein vor einemJahr im Gästehaus der Landesregierung gegebenes Versprechen eingelöst. Sie und der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Karl Finke, trafen sich im Andreaswerk in Vechta mit neun Menschen mit Behinderung aus ganz Niedersachsen, die im Gästehaus der Landesregierung in Hannover vor einem Jahr den Antrag auf das Budget für Arbeit öffentlichkeitswirksam übergeben hatten.
 Von links: Karl Finke, Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen, Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann und der Geschäftsführer des Andreaswerkes, Otto Rauert.
„Ich habe das Projekt angeschoben – nun will ich auch wissen, wie es sich konkret entwickelt“, erklärte die Ministerin vor den Medien. Neben dem NDR 1 Radio Niedersachsen berichteten ausführlich die Nordwest-Zeitung sowie die OV über den prominenten Besuch.
In kleiner Runde erzählten die Budgetnehmer bei Kaffee und Kuchen der Ministerin von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Arbeit jenseits der Werkstatt für behinderte Menschen. Zuvor besuchten - das war das zweite eingelöste Versprechen - die Sozialministerin, der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen, Karl Finke, und der Geschäftsführer des Andreaswerkes, Otto Rauert, den ersten Budgetnehmer in Niedersachsen in der Realschule Lohne. Mark Medzech arbeitet dort mittlerweile im dritten Jahr als Schulhelfer. „Ich kümmere mich um das Archiv, die Bibliothek und helfe dem Hausmeister“, erklärte er seine Aufgaben. Mark Medzech hatte im Februar 2008 das Budget für Arbeit in Anspruch genommen – unterstützt durch den Qualifizierungs- und Vermittlungsdienst des Andreaswerkes. Ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte des Budgets für Arbeit wurde diese Leistung über zwei Jahre hinaus verlängert. Menschen mit Behinderung haben seit 2008 einen Rechtsanspruch darauf, ihre Rehabilitationsleistung in Form eines Persönlichen Budgets ausbezahlt zu bekommen. Beim Budget für Arbeit erhalten Beschäftigte einer Werkstatt für behinderte Menschen den Betrag, den ihr Werkstattplatz kostet. Diesen Betrag nimmt der Budgetnehmer mit zu einem Arbeitgeber. Die Summe stellt einen Zuschuss zu den entstehenden Lohnkosten dar. So erhöhen sich die Chancen der Vermittlung eines Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
 Besuch bei der "Unterstützten Beschäftigung". In der Mitte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann.
Sozialministerin Ross-Luttmann und Karl Finke setzten sich außerdem intensiv und vor Ort mit der Unterstützten Beschäftigung auseinander. Die fünf Teilnehmer erklärten persönlich die Vorteile des Modells, in dem sie auf eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Gottesdienst und Ausstellung zum Auftakt
 Repräsentieren 40 Jahre Andreaswerk: v.l.Gründungsmitglied Friedrich Müller, der Stellvertretende Vorsitzende Hermann Rauber, Gründungsmitglied Bernhard Schmunkamp, Geschäftsführer Otto Rauert und sein designierter Nachfolger, Matthias Warnking.
Vechta (26.1.10) – Es gibt ein Jubiläum zu feiern. 40 Jahre Andreaswerk – das heißt 40 Jahre aktive Behindertenhilfe im Landkreis Vechta. Der Bogen der Veranstaltungen spannt sich über das gesamte Jahr 2010. Den Auftakt bildeten am Sonntag, 24. Januar, ein Dankhochamt in der Propstei St. Georg in Vechta sowie die Eröffnung der Ausstellung „Mitten im Leben“ in der gegenüberliegenden Manufaktur.

„Das Gesamte funktioniert nur, wenn sich jeder als Teil des Ganzen im Sinn der Teilhabe einbringt“, erklärte Vorstandsmitglied Propst Kurt Schulte das Leitmotiv des sehr gut besuchten Gottesdienstes. Die Bedeutung jedes einzelnen Teils versinnbildlichte ein großes Andreaswerklogo-Puzzle, das in der Kirche von Menschen mit und ohne Behinderung zusammengesetzt wurde.
Die Entwicklung des Andreaswerkes im Sinne umgesetzter Teilhabe beleuchtete Geschäftsführer Otto Rauert. „Es ist eine große Chance, immer wieder beginnen zu dürfen“, erläuterte er die schrittweise Einrichtung der fünf Andreaswerk-Fachbereiche Frühförderung, Kindergarten, Schule, Werkstatt und Wohnen sowie die ebenso schrittweise Installation verschiedener Abteilungen. „Im Mittelpunkt stehen und standen dabei immer die Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten.“

Otto Rauert und sein designierter Nachfolger Matthias Warnking freuten sich besonders, Friedrich Müller und Bernhard Schmunkamp beim anschließenden Empfang in der Manufaktur zu begrüßen. Beide haben den damaligen „Caritasverein für Kinder- und Jugendhilfe e.V.“ mitgegründet.
Die zum Auftakt eröffnete Ausstellung „Mitten im Leben“ zeigt großformatige Bilder aus 40 Jahren Andreaswerk. Ausgewählte Impressionen aus dem Leben im und mit dem Andreaswerk dokumentieren unter anderem den Wandel des Teilhabegedankens.
Hoher Besuch im Andreaswerk

(4.12.09) Zum Auftakt seiner Eröffnungsvisite für die aktuelle Kampagne des bischöflichen Hilfswerks Adveniat unter dem Motto „Den Armen eine gute Nachricht!“ hat Erzbischof Monsignore Louis Kebreau, der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Karibikstaates Haiti, am Freitag, 4. Dezember, die Werkstatt für behinderte Menschen im Andreaswerk besichtigt.
Abgeordnete Geuter und Poppe besuchen Andreaswerk
 Von links: Christoph Bräuer, Leiter Fachbereich Frühförderung, Renate Geuter, MdL, Claus Peter Poppe, MdL, Matthias Warnking, Stellvertretender Geschäftsführer und Rita Espelage, Leiterin Fachbereich Schule. Foto: Andreaswerk
Vechta (4.12.09) - Über die Arbeit der Frühförderung, der integrativen Andreaskrippe und der Erich Kästner-Schule des Andreaswerkes haben sich am Donnerstag, 3. Dezember, die Landtagsabgeordneten Renate Geuter und Claus Peter Poppe (beide SPD) in der Frühförderung des Andreaswerkes in Vechta informiert. Die Andreaskrippe hat Anfang August ihren Betrieb aufgenommen. “Das sich noch in Vorbereitung befindende Modellprojekt für eine integrative Krippenversorgung von Kindern mit Behinderung ist eine zukunftsweisende Idee”, erklärte der Stellvertretende Geschäftsführer des Andreaswerkes, Matthias Warnking. “Wir hoffen, dass Anfang kommenden Jahres landesweit damit begonnen werden kann.” Auf Dauer sei eine gesetzliche Regelung anzustreben, so die Gesprächsteilnehmer. Die aus Goldenstedt stammende Renate Geuter - jetzt Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Cloppenburg und Mitglied des Finanzausschusses - zeigte sich von dem umfassenden Förderangebot des Andreaswerkes im Kinder- und Jugendbereich ebenso beeindruckt wie der gebürtige Lohner Claus Peter Poppe (Wahlkreis Bersenbrück incl. Damme und Neuenkirchen-Vörden). Der integrative Gedanke in unserer Gesellschaft müsse forciert werden, so Geuter. Poppe, Vorsitzender des Kultusausschusses im niedersächsischen Landtag, sprach sich in diesem Zusammenhang besonders für eine stärkere Integration der Tagesbildungsstätten in die niedersächsische Schullandschaft aus. “Ein Schritt in diese Richtung ist für die Erich Kästner-Schule die Kooperationen mit Regelschulklassen und die Einrichtung von Kooperationsklassen”, erklärte Matthias Warnking. Er wies beide Politiker darauf hin, dass aufgrund der vor zwei Jahren verabschiedeten Landesrahmenempfehlung eine Frühförderung als Komplexleistung von medizinisch- therapeutischen und pädagogischen Angeboten von den Kommunen und den Einrichtungsträgern nicht - wie im Bundesgesetz vorgesehen - umgesetzt werden könne. “Fachübergreifende Zusammenarbeit kommt besonders als Prävention für die Kleinsten in einem der geburtenstärksten Landkreise Deutschlands große Bedeutung zu”, betonte er.
Warnking wird Geschäftsführer des Andreaswerkes
Gratulation des Vorstandes: Der Vorsitzende des Andreaswerkes, Landrat Albert Focke (3.v.l.) überreichte Matthias Warnking (4.v.l.) das Benennungsschreiben. Von links: Aloys Freese, Propst Kurt Schulte, Hildegard Rusche, Hermann Rauber und Dr. Gerhard Tepe.
Vechta (1.12.09) – Der Sozialmanager, Psychologe, Psychotherapeut und Theologe Matthias Warnking ist zum 1. März 2011 zum Geschäftsführer des Andreaswerkes, größter Träger der Behindertenhilfe im Landkreis Vechta, bestellt worden. Das hat der Vorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen. Otto Rauert, amtierender Geschäftsführer, tritt an diesem Datum in die Freizeitphase der Altersteilzeit ein. Mit dieser vorausschauenden Personalentscheidung hat der Vorstand rechtzeitig die Weichen für einen gleitenden Übergang in der Geschäftsführung gestellt. Matthias Warnking hat seit dem 1. Januar 2008 als Stellvertretender Geschäftsführer das Sozialmanagement im Kinder- und Jugendbereich und die operative Steuerung und Bewirtschaftung der Fachbere iche Frühförderung, Kindergarten und Schule, der Öffentlichkeitsarbeit, des Bürgerschaftlichen Engagements und des Qualitätsmanagements übernommen. Ab 2010 verantwortet Matthias Warnking diese Aufgaben auch für den Erwachsenenbereich des Andreaswerke s. Der gebürtige Vechtaer ist seit fast vierzehn Jahren beim Andreaswerk beschäftigt. 1996 wurde er als Psychologe im Kindergartenbereich eingestellt. Dort lernte er besonders den Kinder- und Jugendbereich des Andreaswerkes kennen und sammelte erste Erfahrungen in der Förderung von Menschen mit Behinderung. Von 2003 bis 2008 war Matthias Warnking „Assistent des Geschäftsführers“. In dieser Funktion koordinierte er das Qualitätsmanagement, Fundraising und mehrere Projektarbeiten im Andreaswerk. 2006 übernahm er die Geschäftsführung der neu gegründeten Andreas-Stiftung. Matthias Warnking lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Steinfeld.
Reittherapie in der Frühförderung geht weiter
V.l.: Matthias Warnking (Stellvertretender Geschäftsführer Andreaswerk), Theodor und Gudrun Arkenberg (beide Fa. Airpool), Dr. Hermann-Josef und Dr. Rosemarie Genn (Tierklinik Mühlen), Ute Schaarschmidt und Christoph Bräuer (beide Frühförderung Andreaswerk).
Vechta (26.11.09) - Mit zwei Spenden von zusammen 4.200 Euro kann nun das therapeutische Reiten für Kinder der Frühförderung des Andreaswerkes über weitere sechs Monate fortgeführt werden. Mit dieser Therapieform, die im Rahmen von Frühförderung nicht durch öffentliche Mittel finanziert wird, sind bei den teilnehmenden Kindern gute Erfolge erzielt worden. Dr. Rosemarie Genn, auf deren Initiative bereits die Spende zurückgeht, mit der diese Förderung zurzeit noch finanziert wird, überreichte am Mittwoch, 25. November, dem Stellvertretenden Geschäftsführer des Andreaswerkes, Matthias Warnking, erneut einen Scheck über 1.200 Euro. Ebenfalls überzeugt von dem Projekt sind Gudrun und Theodor Arkenberg, Inhaber der airpool Lüftungs- und Wärmesysteme GmbH, Damme. Sie unterstützen das therapeutische Reiten mit 3.000 Euro. Zusätzlich kündigte die Tierklinik Mühlen, Dres. Genn, Steinmann, Görgens, Harland eine weitere Förderung des Projektes an. „Ohne diese Initiative könnte im Rahmen von Frühförderung das therapeutische Reiten nicht fortgesetzt werden“, erklärte der Leiter der Frühförderung, Christoph Bräuer. Der Effekt des therapeutischen Reitens grenzt bei vielen Kindern an den einer Delphintherapie. Der gleich bleibende Bewegungsrhythmus, die Wärme und Sanftmut der Tiere beeinflusst körperliche, psychische, geistige und auch psychosoziale Störungen, Behinderungen und Erkrankungen positiv. Wie bei Thorsten (Name geändert), der sich zu Beginn der Therapie in sich selbst zurückzog, sehr unsicher war, andere machen ließ und mit den Gedanken oft abwesend war. Nach sechs Monaten Frühförderung kombiniert mit Reittherapie traut sich Thorsten immer mehr zu. Er ist stolz auf sich, bleibt bei der Sache und spielt mit anderen Kindern.
|
|
|